Lilalu – Mädchen an den Ball

in Kooperation mit der Philipp Lahm-Stiftung

Fußball ist in Deutschland schon lange keine Männerdomäne mehr. Deutsche Fußballerinnen nehmen – höchst erfolgreich, wie die Titelgewinne der Frauen-Nationalmannschaft und der U-20-Spielerinnen beweisen – an Welt- und Europameisterschaften teil. Und die Mädchenmannschaften der Fußballvereine verzeichnen seit Jahren stetig steigende Mitgliederzahlen.

 

 

Mädchen wollen Fußball spielen, genau wie Jungen. Und doch spielen Mädchen und Jungen nicht gleich. Im Zweikampf setzen Mädchen beispielsweise eher auf spielerische Mittel als auf vollen Körpereinsatz: Sie versuchen sich Torchancen vor allem durch schnelles Abspiel, wendige Dribblings und flüssige Kombinationen zu erarbeiten. Hinzu kommt, dass bei Mädchen oft der Spaß am Spielen im Vordergrund steht, ohne Turnierdruck und ohne Konkurrenz durch körperlich oftmals überlegene Jungen.

 

 

 

Mit viel Freude und ohne Druck Fußball spielen können Münchner Mädchen seit zwei Jahren bei „Mädchen an den Ball“: Das Projekt des Vereins Lilalu in Kooperation mit der Philipp Lahm-Stiftung bietet für Sechs- bis 17-Jährige kostenlos wöchentliche Fußballtrainings an sechs verschiedenen Standorten in München an. Mitmachen kann jedes Mädchen, das Spaß am Fußballspielen hat, egal woher es kommt oder wie gut es spielt. Denn soziale Integration wird bei diesem Fußballprojekt ganz groß geschrieben: Hier treffen sich Mädchen mit den unterschiedlichsten Leistungsniveaus, aus den verschiedensten Nationen und sozialen Schichten, um gemeinsam Fußball zu spielen.

 

 

 

„Mädchen an den Ball“ startete Anfang 2009 mit 23 Teilnehmerinnen an den Standorten Moosach und Gern. Im Sommer 2010 spielten unter der Anleitung qualifizierter Trainerinnen bereits mehr als 120 Teilnehmerinnen an sechs Standorten (Moosach, Gern, Neuperlach, Milbertshofen, Fürstenried-West, Nymphenburg). Schon nach kürzester Zeit zeigte sich die integrative Kraft dieses Fußballprojekts: Die „coolen“ Mädchen lernten die vermeintlich nicht so coolen zu respektieren, die Älteren kümmerten sich um die Jüngeren, Mädchen aus den verschiedensten Nationen und Kulturen schlossen Freundschaften, die sie auch außerhalb des Platzes pflegen.

 

 

 

Erste sportliche Erfolge erzielten die jungen Kickerinnen beim 3. KJR-Fußballcup im Juli 2009: Die „Mädchen an den Ball“-Mannschaft sicherte sich den zweiten Platz und gewann darüber hinaus den „Fair Play“-Preis. Ein Jahr später, beim 4. KJR-Fußballcup, holte das Team in der Altersklasse „Girls“ (Jahrgang 1997 und jünger) den Siegerpokal. Zudem nahmen die „Mädchen an den Ball“ im Sommer 2010 an zwei Turnieren mit Ligamannschaften des PSV München teil. Ein ganz besonderes Ereignis war für die Mädchen am Standort Moosach im Frühjahr 2009 das persönliche Treffen mit Philipp Lahm, bei dem sich der FC-Bayern-Star viel Zeit für Gespräche, Autogramme und Fotoshootings nahm. Im Juli 2010 konnten dank Unterstützung der Anzag AG 20 LILALU-Spielerinnen zum U20-Spiel USA gegen Nigeria in Augsburg fahren. Einen Monat später lud der Verein Parea – dein Projekt e.V. die „Mädchen an den Ball“ zum Familientag des FC Bayern ein.

 

 

 

Mit Blick auf die Frauen-Weltmeisterschaft 2011 und dank der vielen Weiterempfehlungen der teilnehmenden Mädchen erwartet Lilalu e.V. auch in Zukunft steigende Teilnehmerzahlen. Die Eröffnung weiterer Standorte ist geplant.

 

 

 

Weitere Informationen zu „Mädchen an den Ball“ mit allen Angaben zu den Standorten und Trainingszeiten finden Sie unter http://www.lilalu.org/maedchenfussball/maedchenfussball.html.